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Jahreshauptversammlung 2015 mit Neuwahlen und vielen Ehrungen

Die wichtigsten Aktivitäten und Veranstaltungen ließ der Ortsvereinsvorsitzende Richard Burger in seinem Bericht Revue passieren:

Bericht Zu den wichtigeren Veranstaltungen gab es die so genannten "normalen" Routineveranstaltungen wie die 13 Vorstandsitzungen, Kreisvorstandsitzungen, Kreisparteitage, Solidaritätsbesuche bei anderen Ortsvereinen, damit diese uns bei unseren Veranstaltungen unterstützen.
Wie ihr sehen könnt, gibt es Veranstaltungen, die sich jedes Jahr oder sogar mehrfach im Jahr wiederholen. Diese sind zwar in gewisser Weise oft auch Routine, binden aber trotzdem viel an Arbeitszeit und an Ressourcen. Trotzdem sind sie uns wichtig und ich behaupte, dass es gerade diese Veranstaltungen sind, die uns im Ort bekannt halten, die uns in der Bevölkerung verwurzeln und die dafür sorgen, dass die SPD wahrgenommen wird.

Das SPD-Stadtcafé zum Beispiel, das wir zweimal im Jahr immer am verkaufsoffenen Sonntag durchführen, ist inzwischen ein Selbstläufer geworden. Die Leute nehmen dieses Angebot sehr gerne an, das Haus ist immer brechend voll - selbst dann, wenn wie in diesem Jahr die Anzeigen in BuG vergessen worden sind. Die Menschen honorieren auch, dass wir mit dem Erlös - und das sind immerhin jeweils rund 500 Euro, so viel wie bei unserm Sozialpreis - immer eine soziale Einrichtung unterstützen. Selbst eingefleischte CDUler nehmen dieses Angebot an - dafür besuchen wir SPDler auch CDU-Veranstaltungen wie neulich die Gedenkfeier für Eugen Bolz. Die gesamte Kongo-Gruppe der katholischen Kirche unterstützt uns, seit wir sie mit unserer Zuwendung bedacht haben. Selbst der Gewerbe- und Handelsverein hat die SPD inzwischen in seine offizielle Anzeige aufgenommen.

Weitere solche Aktionen sind die Kreisputzete,an der die SPD als einzige Partei seit Anbeginn teilnimmt, und das Geschirrmobil. Dieser von Doris und Peter Meisel sowie Theo Stig inzwischen zum 17. Mal organisierte Arbeitseinsatz über drei Tage am Stadtfest dient erstens der Aufbesserung unserer Vereinsfinanzen und ist zweitens ein so fester Bestandteil des Stadtfestes, dass Leute, wenn sie ihr Geschirr zurück geben, nicht zum Geschirrmobil sondern zur SPD gehen. Eine Riesenwerbung für uns. Zwischen 30 und 40 Helfer sind hier jeweils im Einsatz - auch Nicht-SPD-Mitglieder.

In den Bereich der regelmäßigen Veranstaltungen, aber auch der politischen Veranstaltungen gehört unser "Politischer Aschermittwoch", den die Kreis-SPD mit als Co-Veranstalter mit macht und den wir in diesem Jahr bereits zum 13. Mal durchführen. Hier ist die schwierigste Arbeit, jedes Jahr einen hochrangigen "Promi" zu bekommen. Mehrere Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag wie zuletzt Claus Schmiedel, Landesvorsitzende, Generalsekretäre der Landes-SPD, die Verdi-Vorsitzende von Baden-Württemberg, der Oberbürgermeister von Ulm und Städtetagspräsident Ivo Gönner, der außenpolitische Sprecher der Bundes-SPD Gernot Erler, Kultusminister Stoch und jetzt im Februar der Minister für Bundesangelegenheiten Peter Friedrich. Diese Prominenten haben dafür gesorgt, dass die Messlatte für künftige Redner hoch liegt, haben aber auch dazu geführt, dass aus dem Aschermittwoch ein "Verschobener Aschermittwoch" wurde, weil sie am echten Aschermittwoch oft bei weit überregionalen Veranstaltungen sein müssen. Für diesen Aschermittwoch heimsen wir Lob von allen Seiten ein.

Nach wie vor ist nach meiner Auffassung die bedeutendste regelmäßige Veranstaltung, auch wenn sie nur alle zwei Jahre stattfindet, die Verleihung unseres
Sozial- und Kulturpreises.
Im vergangenen Jahr wurde er zum 11. Mal verliehen und zwar an die Narrenzunft der Schlaggawäscher. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass sich ein Verein so über diesen Preis freut wie es die Narren getan haben. Sie, die sie ja ständig mit Orden und Ehrungen zu tun haben, sind wirklich vorher noch nie als Verein als Ganzem für ihre Arbeit geehrt worden. Also wieder einmal ein Volltreffer von unserer Seite. Den nächsten Preis werden wir im Herbst verleihen, den Preisträger müssen wir noch auswählen. Ihr seid herzlich eingeladen, Vorschläge zu bringen.

Neben diesen regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen gibt es jedes Jahr einzelne, politische Aktionen. Im Juni 2013 war das eine gelungene Feierstunde anlässlich 150 Jahre SPD. Die Mitglieder des Vorstandes ließen wichtige, einschneidende Ereignisse dieser 150 Jahre wieder aufleben.

Ebenfalls hochkarätig war die Diskussion "Europa trifft Kommune" über die Auswirkungen der Europapolitik auf die Kommunen zwischen dem Europaabgeordneten Peter Simon und dem Oberbürgermeister von Aalen Thilo Rentschler. Moderiert und hervorragend geleitet wurde dieses Gespräch von einem echten Profi auf diesem Gebiet, dem Redakteur beim SWR-Fernsehen Chrisoph Ulmer, Dorothees Sohn.

Und dann gab es seit der letzten Hauptversammlung eine Reihe von Wahlen.
Zunächst die Bundestagswahl im September 2013, bei der die Oberkochener SPD gegenüber der letzten Wahl zwar um 1,6 Prozentpunkte zulegte und damit wieder am besten im ganzen Wahlkreis abschnitt, während die Oberkochener CDU den fünft- letzten Platz aller 32 Gemeinden im Wahlkreis belegte, was aber angesichts der absoluten Zahlen von 28% der SPD zu 44% der CDU fast einem Schönreden der wahren Verhältnisse gleichkommt. Oberkochen war übrigens plakatiert wie noch nie - die Bilder machten kreisweit die Runde - Dank an Siegfried und Theo, die sich in der Innenstadt ausgetobt haben. Leider war für unseren Wahlkreis die ganze Arbeit wieder umsonst, da unsere Kandidatin Claudia Sünder wie bei der letzten Wahl und wie schon vor ihr Peter Simon und lange davor auch Marga Elser mit einem aussichtslosen Listenplatz abgespeist wurde. Das ist ein Punkt, der mich sauer macht, weil wir hier auf der Ostalb regelmäßig bei allen Wahlen mit unseren Ergebnissen regelmäßig über dem Landesdurchschnitt und meist sogar in den Top-Ten aller Wahlkreise liegen.

Beim Dreifachpack aus Europawahl, Gemeinderatswahl und Kreistagswahl möchte ich die beiden letzten hervorheben. Wie immer fiel es allen Parteien und Gruppierungen nicht leicht, 18 geeignete Kandidaten für ihre Listen zu bekommen. Da muss man nicht drum herum reden. Und es braucht viele, viele Gespräche und viel Überzeugungskraft, weil die Menschen diesen Schritt in die Öffentlichkeit scheuen. Frauen dafür zu begeistern ist übrigens noch viel schwerer. Wir hatten hervorragende Kandidaten und Kandidatinnen auf unserer Liste. Wie immer machten wir sie mit vielen Informationsveranstaltungen fit für ihr künftiges Amt. Das macht zwar viel Arbeit, wird von den Kandidaten aber sehr positiv gesehen. Prospekte, Anzeigen, Erstwählerbrief und unser inzwischen traditionelles Quiz sind weitere Aktionen in diesem Wahlkampf. Wir mussten bei dieser Wahl endgültig die "Großen Drei" - Brennenstuhl, Irion, Meisel - mit ihrer enormen Stimmenzahl kompensieren, was durchaus ein mulmiges Gefühl hervorrief. Dank unserer hervorragenden Kandidaten gelang es, das heißt wir haben unsere 6 Sitze im Gemeinderat halten können. Der Prozentanteil für die SPD ist übrigens seit 20 Jahren im Bereich zwischen 32,5% und 34,5% stabil und damit immer so 2 bis 4 Prozentpunkte hinter der CDU. Also seit vielen Jahren alles stabil in Oberkochen. Einen tollen Erfolg gab es bei der Kreistagswahl. Wir hatten 4 Oberkochener Kandidatinnen und Kandidaten, weil die anderen Gemeinden im Wahlbezirk nicht genügend Leute zusammen bekamen, und das hat dazu geführt, dass wir mit Peter Gangl seit vielen Jahren wieder einen Kreisrat der SPD aus Oberkochen stellen können. Die Oberkochener CDU hat sich "verzockt", weil sie weniger Kandidaten aufstellte, als ihnen möglich gewesen wäre. So ist Oberkochen mit Bürgermeister Traub und Peter Gangl im Kreistag vertreten.

Am Ende meines Überblicks möchte ich drei Personen erwähnen:
Claudia Sünder wurde von uns verabschiedet, weil sie ein halbes Jahr nach der Wahl eine neue Stelle in Berlin fand und sich nicht noch einen Wahlkampf antun will. Verständlich.
Peter Meisel wurde anlässlich seines 80 Geburtstages die "Willy-Brandt-Medaille" verliehen, eine Auszeichnung, die es in der SPD nicht sehr häufig gibt und die seine Arbeit für die Partei über Jahrzehnte würdigt. Peter war und ist sich für keine Arbeit zu schade und zu alt gleich gar nicht.
Und schließlich haben wir auch Doris Meisel aus der Fraktion verabschiedet, was uns allen und mir persönlich besonders Leid tut. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie ich ohne ihre Hilfe und Ratschläge auskommen soll, obwohl mir die neue Fraktion versucht, den Abschiedsschmerz leichter zu machen.

Im Anschluss wurden für langjährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt:

45 Jahre:
Hartmut Müller

40 Jahre:
Gerda Böttger,
Ulrich Marstaller,
Kurt Niederberger, Wilhelm Schwarz,
Ulrich Wannenwetsch

35 Jahre:
Manfred Fischer,
Peter Fürst,
Helmut Gold,
Eberhard Irion,
Renate Maslo,
Doris Meisel,
Herta Schineis

25 Jahre:
Richard Burger,
Adolf Seidel

Wenig Veränderung brachten die Neuwahlen des Vorstands:

Vorsitzender: Richard Burger

Stellvertreter: Götz Hopfensitz, Angelika Möricke

Kassierer: Siegfried Barth

Schriftführerin: Melanie Fiedler

Pressereferent: Götz Hopfensitz

Beisitzer: Herbert Geiger, Philipp Hirth, Dorothee Irion-Ulmer, Doris Meisel,
Hertha Schineis, Adolf Seidel, Edith Seidel,Theo Stig

Revisoren: Reinhold Hirth, Karl-Heinz Maslo

 

 

(am)