Themen - SPD-Sommertour 2012 www.spd-oberkochen.de

events

SPD-Sommertour 2012

2. Termin: Windenergie und Bürgerbeteiligung

Gastgeber bei dieser Veranstaltung war der Energiewirt und Vorsitzende des Regionalverbandes Nordwürttemberg im Bundesverband Windenergie Erwin Schweizer aus Bopfingen-Hohenberg.

 

Er hat Pionierarbeit geleistet auf dem Gebiet der Windenergie und bereits zwei Bürgerwindräder nördlich von Unterriffingen und einen Bürgerwindpark in Gnannenweiler realisiert.

Im Schatten der schon vor 12 Jahren gebauten Bürger-
windkraftanlagen bei Unterriffingen erläuterte der Vorsitzende, dass die beiden Windräder inzwischen bezahlt sind und die Miteigentümerfamilien gute Gewinnausschüttungen erhalten, da sich hier niemand bereichert.

Er spielte hier auf die großen Energiekonzerne an, die nun in den Startblöcken sitzen um sich in der Region große Windparks unter den Nagel zu reißen.
Für die Bürgergemeinschaft wird der Strom jetzt billiger. Das bedeutet, Bürgerenergie verteuert nicht die Energiekosten, sondern macht sie günstiger. Energie kann bezahlbar bleiben durch Dezentralität der Anlagen und dadurch, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und ihr zugute kommt.

Der SPD-Kreisvorsitzende Josef Mischko hakte an diesem Punkt ein, indem er betonte, dass aus Sicht der Kreis-SPD genau diese Bürgerbeteiligung das zentrale Element bei der Energiewende sein muss. Ist der Bürger bloßer Zuschauer, dann werde die Energiewende nicht die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung finden und der Preis allein entscheiden, führte Mischko weiter aus.
Die Energiewende müsse gemeinschaftlich von allen getragen und damit zum Vorteil der Bürger umgesetzt werden. Stadtwerke als Partner stellen hier eine gute Möglichkeit dar, bekräftigte er weiter.

 

Erwin Schweizer hält wenig vom Boom der Offshore-Windparks, die mit großem Aufwand Energie dort erzeugen, wo bereits Windstrom zur Genüge produziert wird. Den Strom über neu zu bauende Stromtrassen von dort zu uns zu transportieren, statt ihn regional selbst zu produzieren hält er für Unsinn.
Kommunen haben seiner Ansicht nach neben der Daseinsfürsorge auch Zukunftsfürsorge zu leisten, d.h. Energie dezentral selbst zu erzeugen und günstiger zu nutzen als es die 4 großen Stromkonzerne vorgeben wollen.

Die Energiewende bietet nach Meinung von Schweizer auch die große Chance der" Demokratisierung der Energie", denn "Wind und Sonne sind kostenlos und wir können und müssen sie nutzen".

 

Am Freitag, 06.09.2012 steht der Besuch der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd an, am 07.09. wird eine Biogasanlage besichtigt.

 

(gh)