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Stadtrat

Warum "Wolfertstal"? Darum!

In den vergangenen Wochen wurden Behauptungen in die Öffentlichkeit getragen, die die Bevölkerung verunsichert haben. Daher sehen sich die Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD veranlasst, Dinge richtig zu stellen und Fakten zu nennen und die Entscheidung für das Baugebiet "Wolfertstal" zu begründen.

Vorneweg ist uns eine Feststellung wichtig:

Wir haben die Entscheidung für das "Wolfertstal" nicht leichtfertig und mit "frohem Herzen" getroffen. Das würden wir bei keinem neuen Baugebiet tun, denn jedes Baugebiet in Oberkochen - egal wo - greift in ein Naherholungsgebiet ein. Aber da die Bevölkerung in Oberkochen dramatisch zurück geht, hat der Gemeinderat die Pflicht, diesen Rückgang zumindest zu verlangsamen, wenn möglich zu stoppen, weil er Verantwortung für ganz Oberkochen und die Zukunft unserer Stadt trägt. Nur so können wir unsere Infrastruktur aus Schulen, Kindergärten, Freizeitbad, Bücherei etc., aber auch eine Grundversorgung durch Handel und Gewerbe auf Dauer erhalten. An den Leerständen von Läden in der Innenstadt ist bereits jetzt schon deutlich das Fehlen von fast 1000 Einwohnern gegenüber 1996 zu erkennen. Wir können dem Bevölkerungsrückgang nicht tatenlos zusehen, um uns nicht der Gefahr auszusetzen, als Anhängsel einer großen Kommune fast ohne eigenen Entscheidungsspielraum zu enden.

Besteht überhaupt Bedarf an neuen Wohnbaugebieten?

Eindeutig Ja! Beweis: die Montebellunastraße und Dives-sur-Mer-Straße wurden zügig nach ihrer Ausweisung bebaut und auch die 14 Bauplätze auf der Heide in dem "Minibaugebiet" in der Marie-Curie-Straße waren schon nach wenigen Wochen vergriffen. Viele junge Familien ziehen derzeit aus Oberkochen weg, da keine Bauplätze vorhanden sind, Anfragen von auswärtigen Bauwilligen müssen abgewiesen werden.

Warum füllt man nicht erst die Baulücken?

Erstens reichen die 1,9 ha Baulücken bei weitem nicht aus, den errechneten Bedarf von 20 ha zu decken, zweitens sind sie fast ausschließlich Privatbesitz, auf den die Stadt keinen Zugriff hat. Das gleiche gilt für leer stehende oder künftig frei werdende Gebäude.

Gibt es keine anderen Stellen, die als Baugebiet geeignet wären?

Die Heideerweiterung wäre theoretisch ein interessantes Gebiet gewesen, allerdings liegt das Gelände auf Aalener Boden. Die Stadtverwaltung bemüht sich intensiv seit Jahren darum, doch der Gemeinderat in Aalen will nicht einmal über einen Gebietstausch oder einen Verkauf diskutieren. Außerdem handelt es sich auch hier um ein Naherholungsgebiet, z. B. für die Bewohner der Heide.

 

Wird damit nicht das letzte Naherholungsgebiet in Oberkochen zerstört?

Wenn man die Vertreter des Aktionsbündnisses hört, meint man, das letzte intakte Stück Natur werde zerstört und Oberkochen sei auf dem Weg in eine einzige unattraktive Betonlandschaft.
Fakt ist: Oberkochen hat eine Gemarkungsfläche von 2358 ha, davon sind nur 273 ha Straßen und Bauflächen. Das sind gerade einmal 11,6%! 88,4% der Gemarkungsfläche sind also Grünland und damit Naherholungsgebiet!                                                (Foto: Google-Earth)

Verantwortung für ganz Oberkochen? Ja!

Es ist die Pflicht des Gemeinderates bei seinen Überlegungen das Wohl ganz Oberkochens im Auge zu haben, auch wenn die eine oder andere Entscheidung für einen Teil der Oberkochener Bevölkerung unattraktiv erscheinen mag und gegen die Interessen Einzelner oder Gruppen zu stehen scheint.

Dagegen ist es geradezu unverantwortlich

und zeugt von kommunalpolitischer Unkenntnis in höchstem Maße, wenn der Vorsitzende der FBO sagt, das Baugebiet "Wolfertstal" sei erst der Einstieg und es sei "so sicher wie das Amen in der Kirche, dass in ein paar Jahren noch mehr kommt, wenn jetzt das "Wolfertstal" zur Bebauung freigegeben wird." Diese Aussagen sind frei aus der Luft gegriffen und durch nichts belegbar; so werden ohne jeden Hintergrund Horrorszenarien entwickelt und mit Ängsten der Bevölkerung Schindluder getrieben.

Fakt ist,

dass sich das geplante ca. 5 ha große Baugebiet (gelb) nur rund 300 m weit auf der rechten Talseite erstreckt und das auf einem Gebiet, das vor ca. 30 Jahren schon einmal als Standort für ein Freibad mit Parkplätzen vorgesehen war und heute bereits zugebaut wäre, hätte die Gemeinde damals Geld gehabt. Es bedeckt weniger als ein Zwanzigstel (!) der Fläche des "Wolfertstals" (rot), das bei der Langertstraße beginnt und sich ca. 3,5 km bis hinter das Eichertbrünnele erstreckt (der vordere Teil wird seit den 80er Jahren "Spitztal" genannt). Es ist wesentlich kleiner als der bereits bebaute Teil (blau), dem Teil des Naherholungsgebietes, in dem sich viele Gegner der Bebauung gerne niedergelassen haben. Der weitaus größte Teil des "Wolfertstals" bliebe unberührt und der Anteil an Grünflächen in Oberkochen würde gerade einmal von 88,4% auf 88,2% sinken!

SPD-Gemeinderatsfraktion                                               CDU-Gemeinderatsfraktion

 

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